Podcast-Workshop(s)

Vorsicht: Wegen Überfüllung geschlossen! Bevor es losging zogen wir zunächst von Saal 14 in Saal 12 um, was mehr oder weniger sinnbehaftet war, da die Säle das gleiche Fassungsvermögen aufweisen. Wie dem auch sei – das Team sicherte uns zu, den Saal 13 mit Saal 14 zu verbinden, was dann auch erfolgte. Vielen Dank hierfür. Doch nun zum Inhalt.

Teil 1

Der erste Teil behandeltete verschiedene Backend-Lösungen für Podcast-Distribution. Das Bitlove-Projekt ist ein System, das automatisch für RSS-Feeds von Podcast torrents erstellt. Sinn des Ganzen ist die Entlastung der Server von Podcastern, da die Datenübertragung über Peer-to-Peer erfolgt.

Im Anschluss folgte eine Erklärung des Xenim Streaming Networks von Robert Weidlich. Es wurde erläutert, was das Backend macht und wie die Streams über die Relays verteilt werden. Im Anschluss erfolgte eine rege Diskussion über die Ablehnung verschiedener Podcasts aus „Qualitätsgründen“ sowie die Reaktionszeit auf Anfragen. Es wurde angeregt, ein FAQ zu erstellen, welches die Ansprüche des Netzwerks offenlegt.

Den Abschluss des ersten Teils machte Thorsten Philip, der euch vermutlich von Bits und so bekannt ist. Er erklärte zunächst, was HTTP-Livestreaming eigentlich ist und wie es technisch umgesetzt wird. Um Livestreaming von Video zu erleichtern, ist er derzeit dabei, die eierlegende Wollmilchsau mit Namen Knive zu entwickeln. Bei Bits und so wird das Tool ab demnächst im Testbetrieb eingesetzt.

Teil 2

Im zweiten Teil, der dann im „Kombi-Saal“ stattfand, berichteten Alexander Waschkau und Tim Pritlove über ihr Podlove-Projekt. Es entstand im Rahmen der Unzufriedenheit mit vorhandenen Publishing-Lösungen (u.a. Podpress) und ist ein WordPress-Plugin (WordPress ist das bei Podcastern leider meistverbreitetete CMS). Es unterstützt verschiedene Dateiformate für maximale Browserkompatibilität und Flashverdrängung („Flash ist tot“).

Dass Tim eine Vision hat kann man nicht wegreden. Dennoch hatte ich schon zum Teil das Gefühl, dass er was seine Träume angeht in einer eigenen Welt lebt. Dennoch würde ich es sehr begrüßen, wenn er seine Träume wahrmachen kann, insbesondere aus dem Grund, dass ich auch mit dem Gedanken spiele, mit dem Podcasten zu beginnen.

Not my department

„Guten Morgen meine Damen und Herren, ich freue mich sehr, dass ich hier bin“. So begrüßte Jacob Appelbaum das Publikum in Saal 1.

Nach diversen Danksagungen zeigte er ein Video von der Baustelle eines neuen NSA Rechenzentrum. Der Zweck dieses Rechenzentrums ist Daten zu speichern und weiterverarbeiten, so Appelbaum. Sein Vortrag setzt sich im Anschluss mit dem Überwachungsstaat auseinander.

Er betonte mehrmals, dass es sehr wohl unsere Aufgabe ist, uns mit diesem Thema zu beschäftigen und öffentlich darüber zu sprechen.

Links

HQ Video: mp4 / torrent

Anreise

27. Dezember 2012
03:00 Uhr: Der Wecker klingelt zum ersten Mal. Ich befinde mich schon im Halbschlaf, vermutlich aus Angst, den Flug zu verpassen.
03:15 Uhr: Erster Kaffee. Erwache so langsam.
04:30 Uhr: Bin am Bahnhof und warte auf @F30.
04:48 Uhr: Abfahrt in Richtung Nürberg.
05:07 Uhr: Ankunft in Nürnberg. Sprint zur U2.
05:11 Uhr: U-Bahn fährt ein, gerade noch geschafft. Schnauf.
05:24 Uhr: Ankunft am Airport. Wanderung durch den halben Flughafen, Gepäckabgabe, Security-Check.
05:50 Uhr: Ankunft am Gate A9. Noch eine halbe Stunde bis zum Beginn des Boardings.
06:20 Uhr: Boarding.
06:27 Uhr: Boarding completed. Alle sind im Bus. Auf zur Turboprop-Maschine.
07:00 Uhr: Flugzeug hebt ab. Höllenlärm. Habe leider nur die Apple Earpods dabei und nicht die Sennheiser HD-25 C II. Muss auch so gehen. Höre eine halbe Stunde NSFW (Ausgabe 59).
07:45 Uhr: Landeanflug in Hamburg. Starke Windböen, etwas holprige Sache.
08:05 Uhr: Landung in Hamburg. Auf zum Gepäck, dann in die S1.
09:00 Uhr: Ankunft in der Unterkunft. Sehr reichhaltiges Frühstück, danach auf zum CCH.

Passbook-Experience

Sowohl das Flugticket als auch die Eintrittskarte zum Kongress waren zu meiner Überraschung als Passbook Pass verfügbar. Während der Reise trat nur ein einziges Problem auf – und das bei der ersten Kontrolle am Flughafen („Nehmen Sie mal bitte das andere Gerät, das kommt mit den Handys besser klar.“). Das funktionierte dann auch.
Ansonsten hatte Passbook absolut keine Probleme.

Der Weg ins Unbekannte

Der zweite Weihnachtsfeiertag bricht an. Das heißt gleichzeitig auch, dass morgen der 29. Chaos Communication Congress beginnt.

Nachdem es letztes Jahr bei mir ausGründen™ leider nicht geklappt hat, konnte ich in diesem Jahr der Einladung von @F30 folgen. Morgen in aller Herrgottsfrühe geht’s also mit der Turboprop auf in die wunderschöne Hansestadt Hamburg.

Was mich dort erwartet? Ich bin mir nicht sicher. Auf jeden Fall viele interessante Workshops und Vorträge, viele neue Gesichter, hoffentlich ein paar nette Gespräche und Kontakte.

Was ist für mich noch bis morgen zu erledigen? Der CCC hat einen Kalender mit allen Workshops und Vorträgen veröffentlicht, von denen natürlich viele gleichzeitig stattfinden. Es ist nun also meine Aufgabe, die vier Kongresstage für mich ganz persönlich zu verplanen, was noch ein ganzes Stückchen Arbeit zu sein scheint.

Sobald der Kongress vorbei ist und ich etwas Zeit gefunden habe, wird es einen kleinen oder großen (hängt ein Bisschen von meiner Motivation ab) Abschlussbericht geben. Bis dahin wünsche ich euch noch ein gesegnetes Weihnachtsfest und, sollte ich es vor Silvester nicht mehr schaffen, auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!